Die faszinierende Welt des Whiskys
Ein Leitfaden für Liebhaber und die es werden möchten
Whisky
Whisky ist viel mehr als nur ein Spirituose – er ist das Ergebnis jahrhundertelanger Erfahrung im Destillieren von Getride. Er wird aus hochwertigen Getreidesorten wie Gerste, Mais, Roggen oder Hafer hergestellt. Jeders Destillat holt das Beste aus den verwendete Rohstoffen heraus und intensiviert es. Ob samtiger und milder irischer Whisky, schottischer Single Malt mit ausgeprägtem Geschmack oder amerikanischer Bourbon Whisky mit der typischen Süße von Mais: Die Vielfalt der Aromen ist nahezu unbegrenzt.
Ein Blick in die Vergangenheit: „Wasser des Lebens”
Vor mehr als tausend Jahren nannten die Kelten ihre Destillate „uisce beatha“, was „Wasser des Lebens“ bedeutet. Bis heute streiten sich Schottland und Irland freundschaftlich darüber, wer eigentlich die Kunst der Destillation erfunden hat. Während man in Schottland hauptsächlich von Whisky spricht, hat sich in Irland und den USA die Schreibweise Whiskey durchgesetzt.
Übersicht über die klassischen Sorten
Schottland: Tradition und Rauch
Schottischer Whisky lässt sich hauptsächlich in zwei Kategorien einteilen:
Malt Whisky
Malt WhiskyDieses edle Getränk wird ausschließlich aus gemälzter Gerste hergestellt. Der typische Rauchgeruch vieler „Scotch Whiskys“ entsteht durch das Trocknen des Malzes über einem Torffeuer. Nach zwei Destillationen in Kupferbrennblasen (Pot Stills) reift er in der Regel 8 bis 12 Jahre in Eichenfässern. Während dieser Zeit verdunstet jedes Jahr ein kleiner Teil über die Fasswände – ein mystisches Phänomen, das wir heute als „Angels' Share“ kennen.Grain Whisky
Grain Whisky: Wird am effektivsten in Kolonnenbrennblasen aus verschiedenen Getreidesorten destilliert. Er ist im Allgemeinen leichter und bildet oft die Grundlage für beliebte Blends.
Irland: Die Kunst der Feinheit
Die Iren setzen auf Feinheit. Dank der dreifachen Destillation sind irische Whiskys besonders rein und mild im Geschmack. Sie haben in der Regel keinen Rauchgeschmack, was sie ideal für Einsteiger macht.
USA: Die süße Kraft des Bourbons
Amerikanischer Whisky, insbesondere Bourbon aus Kentucky, muss laut Gesetz als Hauptbestandteil 51 % Mais enthalten. Er wird in neu gebrannten Fässern aus amerikanischer Weißeiche gelagert. Das starke Ausbrennen der Fässer verleiht dem Whisky seinen charakteristischen Vanillegeschmack und seine angenehme Milde.
Globale Vielfalt
Andere Nationen sind längst auf den Plan getreten. Japanische Whiskys orientieren sich an schottischen Standards und werden weltweit ausgezeichnet. Aber auch in Deutschland, Indien und Kanada werden erstklassige Destillate hergestellt, die sich durch die Verwendung regionaler Hölzer bei der Lagerung oft eine eigene Identität verschaffen.
Tipps für den perfekten Genuss
• Wasser: Die Qualität des Destillats beginnt mit dem Wasser aus der Quelle in der Brennerei. Einige Kenner geben ein paar Tropfen stilles Wasser ins Glas, um das Aroma zu „befreien“.
• Kühlen: Wer sein Getränk gekühlt, aber nicht verdünnt mag, kann Edelstahlwürfel oder spezielle Eisbällchen verwenden, die dank ihrer geringeren Oberfläche langsamer schmelzen.
• Glas: Das klassische Glas liegt gut in der Hand und eignet sich ideal für Bourbon oder Whisky „on the rocks“. Für komplexe Single Malts empfehlen wir alternativ ein Verkostungsglas, damit Sie die feinen Nuancen besser wahrnehmen können.
